2017-08-31


Euro. Sport. Hebamme.

Kalter Sommer. Die Wohnung ist eine Gruft, gefüllt mit Finsternis. Schwarzer Backstein. Private Einsamkeit. Der Vormittag zehrt von der Hoffnung auf den Abend. Wenn man die Temperaturen in Mark der DDR umrechnet, geht es eigentlich.

Gutes Wochenende. Der Fußballplatz als Heimstatt des Whataboutism. Der Flohmarkt als letztes Refugium des Achselshirts. Überlegte, ein Schild »Zutritt verboten. Bolzenschussgerät in Betrieb!« zu kaufen. Für die Bürotür. Ließ es bleiben. Befürchte weinerliche Aufständigkeiten der »Hüttenkäse auf Dinkelbagel ist genau so gut wie Currywurst!«-Fraktion. Und dass ich es in diesen Momenten vermissen könnte, keine solche Anlage zur Hand zu haben.

Der Angriff der Maschinen ist vorerst abgewehrt.

DHL-Fahrer zur Rede gestellt. Freundlich. Mäeutisch. Parkte im Kreuzungsbereich, ragte bis auf den Radstreifen. Nahm allen die Sicht. War ihm fast egal: »Ist doch schon abends. Tagsüber wäre das was anderes, aber jetzt? Ist doch nix mehr los«. Dachte immer, wäre schlagfertig, wenn mir mal ein Totschläger gegenüber steht. Nun. Nein. Den Kürzeren gezogen. Mit ganz bösem Kopfkino meiner Wege gegangen. Pfeife. Und der Andere erst.