2018-09-12


Orte und das Denken in Düften

Bin krank. Nichts Schlimmes, aber garstig genug, um einen Tag auf Arbeit nicht unbeschädigt überstehen zu können. Andererseits: Was will man auch ständig auf Arbeit? Dort gibt es zur Zeit sowieso nur Verdruss, Kopfschütteln, Unterforderung.
So liege ich den halben Tag im Bett, esse Nudeln und begebe mich nachmittags langsam wankend in den Garten.

Tee. Tolkien. Tausendfache Tropfentöne. Versinke in die Betrachtung meines Rasensprengers. Hin und wieder zurück. Das ZEN der teetrinkenden Leseratte. Elrond und Plätzchen aus buttrigem Mürbeteig. Man kann nur in seinem eigenen Kopf wirklich leben - Vielleicht ist da ja etwas dran.

»Wenn wir nicht ersaufen, weggeblasen oder vom Blitz getroffen werden, dann schnappt uns irgendein Riese und kickt uns in die Wolken wie Fußbälle. «

(Kickt! Wie ich so ziemlich jede Übersetzung von Wolfgang Krege hasse!)

https://libralop.de/tagebuch/2018-09-12