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Während des »führe uns nicht in Versuchung« wächst sie laut über sich hinaus, wird eindringlicher, lässt ihr Gebet zu einer Wolke anschwellen, überfliegt das Murmeln der anderen Sünder, als wolle sie jedem zeigen, wo die Wurzel allen Übels besonders dornig sprießt, um Unbedachte, Ungläubige, Ungefestigte zu fällen.

Vielleicht meint sie aber auch nur ihren Mann, der neben ihr mit jedem Wort immer kleiner wird und schon weiß, womit er das verdient hat.
(Orgelvesper, Thomaskirche, interessant)

– 3. Januar 2020