Don't mess around with an Hulot on pain killers, Kid

Mit Sonic und Super Mario, den Wochenend-Neffen, im Park gewesen. Sonne. Wind. Abstand. Gute Sachen. Easy going. Einen Mittzwanziger getroffen. Drei Minuten eine Diskussion darüber aufgezwungen bekommen, was der richtige Abstand sei, an ihm vorbei zu laufen. Er glaube nicht, dass wir entscheiden können, ob es angemessen sei, dass Sonic in einem Abstand von einem Meter in einem Zeitraum von weniger als einer Sekunde an ihm vorbei läuft.

Als mein Knie das dritte Mal auf sein Gesicht kracht, bemerke ich ein leichtes Knacken. Die Worte »Stadt«, »Allgemeinerlass« und »unverantwortlich« werden nicht nur leiser, sondern auch verwaschener. Aber keine Sorge, Kid, ich weiß ja was du meinst. Und Kiefergelenke werden sowieso überschätzt. Sieht übrigens gut aus, wie sich das Blut aus deiner Nase in den blondierten Strähnchen verfängt. Aber mal ehrlich: Dieser hipsteröse Parka in oilv war doch bestimmt teuer – und der reißt jetzt schon auseinander? Nur weil er ein paar Mal durch die Scherben deiner Bierflasche gezogen wurde? Ach, war gar nicht deine? Wäre es trotzdem nicht besser gewesen, einfach einen Schritt zur Seite zu gehen, was meinst du? Besser als blockzuwarten?

Aber die Sonne scheint. Der Wind weht. Gute Sachen. Daher bleibt es bei einem breit grinsendem »Doch, das können wir einschätzen«. Don't mess around with an Hulot on pain killers, Kid. Oder der nächste Sonnenbank-Chill wird auf den Südfriedhof verlegt. Im angemessenen Abstand von zwei Metern.


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– 22. März 2020 –


Sag was. Oder lass es.