Voreiliges Urteil?

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Symbole bedeuten und deuten nicht […], sondern sie materialisieren das Flüchtige: des Unwissenden, und verblassen und erlöschen unter der Hirnschale des Wissenden. Symbole beginnen jenseits der Bedeutung.

– Hugo Kükelhaus

Tags: Bilder

6 Kommentare

klagefall 06.12.2018 ~ 22:23 Uhr.

Also ich sehe einen Vogel, der an einem Luftballon vorbeifliegt, von dem gerade Hammer und Sichel abspringen und zur Erde schaukeln. Keine Ahnung, was das bedeutet.

fabe 25.12.2018 ~ 21:11 Uhr.

Diese Zusammenstellung zeigt ja kein Symbol sondern vielleicht einen vieldeutigen oder zufällig zusammengestellten Zeichenhaufen. Was soll es bedeuten? Ich weiß es nicht. K.O. Kommunismus? Oder sind es kyrillische Buchstaben? Sind es Buchstaben?

Die These von Kükelhaus ist zumindest gewagt aber kann man drüber nachdenken.

Libralop 25.12.2018 ~ 22:25 Uhr.

Hallo fabe, ein ganz besonderes »Schön, Dich hier zu sehen«!

Ich denke, alles kann Symbol sein. Ob es ein Zeichen ist, eine Tat, eine Erzählung. Was soll es bedeuten? ist da vielleicht nur der Beginn einer Hermeneutik.

fabe 26.12.2018 ~ 20:17 Uhr.

Schön hier zu lesen :-) Ich bin immer sehr auf meine RSS-Feeds fokussiert, dieses Blog muss ja tatsächlich aufgesucht werden... könnte daran liegen. Vorsatz für's neue Jahr hier öfter reinzuschauen!

Klar, bei Symbolen kommt es darauf an, ob dem Zeichen eine Bedeutung zugeschrieben wird, die für viele Menschen passend ist. Im Falle von Hammer und Sichel ist das bspw. für viele der Kommunismus. Nicht gerade eine flüchtige Idee. Aber ich glaube, dass war hier nicht unbedingt gemeint.

Ich habe einmal, da war ich sehr jung, ein H|akenkreuz auf ein Schuilheft gemalt, weil ich es irgendwo gesehen hatte; ohne noch einen blassen Schimmer zu haben, welche Bedeutung dieses Symbol für viele Menschen hat. Das gab natürlich einen Riesenärger zu Hause, wohl aus dem Erschrecken darüber. Letztenendes wurde mir dann aber geglaubt und das Symbol irgendwie unkenntlich gemacht, das Schulheft brauchte ich ja noch.

Daran musste ich denken, als ich dies las.

Libralop 26.12.2018 ~ 21:28 Uhr.

Der RSS-Feed ist unter https://libralop.de/tagebuch/feed erreichbar. So eitel ist dieses Blog nicht, dass es unbedingt jedermann persönlich einbestellt ;-)

Zum Thema Hakenkreuze: Ich habe skurrilerweise dieselben Erfahrungen gemacht! Ich zitiere mich hier mal selbst: »Dauerte lange dauerte, bis ich begriff, dass ein verlorener Krieg was anderes als eine verlorenes Fußballspiel ist. Und das an die Schiffswände der Pequod keine Hakenkreuze gehören, nicht mal um MOBY DICK zu erschrecken. Da konnte der edle wilde riesige negrige sanftmütige Queequeg noch so breit lachen. Gelernt habe ich das aus den Tränen meiner Mutter, die sich wiederum vom Direktor meiner Schule über die grafischen Künste und das drohende politische Defizit ihres Sohnes belehren lassen durfte. Nazi bin ich nie geworden. Scheint, als hätte der Anschiss gewirkt.« (Aus: »Hundeland«, https://libralop.de/tagebuch/hundeland)