Wer nichts glaubt, schreit

»Um Politik geht es mir hier aber nicht unbedingt, wenn ich diese neue deutsche Sentimentalität und Wahrnehmungsverirrung feststelle. Es geht mir um Literatur, um Qualität, um künstlerische Aufrichtigkeit. Es geht mir darum, dass meine nicht jüdischen Kollegen, wie ich finde, erst dann endlich anfangen würden, universelle, unprovinzielle, allgemein verständliche Bücher im Sinne von Goethes Weltliteratur zu schreiben, die sie selbst ja auch so gern schreiben würden, aber fast nie hinbekommen, wenn sie sich die Lügen der Menschen vornehmen würden, die sie geprägt und erzogen haben, die sie, jedenfalls solange sie Kinder und Jugendliche waren, in ihr totales deutsches Opferweltbild hineingezwungen haben wie in eine nur ganz leicht verschmutzte Volkssturm-Uniform.«